Was ist geiler als Segeln? ← 3. Mai 2013

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Genau. Noch mehr Segeln! Und wenn man dann so viel mit Segeln beschäftigt ist, dass man noch nicht mal dazu kommt Fotos zu machen, ja dann – dann ist alles perfekt & grandios!

So erging es uns auf unserem kurzen Schlag von Dyvig nach Sonderburg. Kurz nach der engen Ausfahrt aus der Bucht im Stegsvig setzten wir schon vor dem Als Fjord alles was wir hatten. Vor der Abfahrt entschied ich mich zusammen mit dem Herrn J doch mal die noch sehr gut erhaltene Genua 3 auszuprobieren und die grosse, schlaffe Genua mal im Sack zu lassen. Wieder mal stellte sich heraus, dass dies eine sehr gute Wahl war. Zwar muss man bei der Genua 3 doll aufpassen, dass sie richtig vor der Seereling oder komplett hinter Dieser gefahren wird. Bei Amwind-Kursen ist dies manchmal etwas mehr Arbeit, da einer aufs Deck muss um das zu regeln – aber es lohnt sich!

Aufkreuzen im Als Fjord & Sund.

Aufkreuzen im Als Fjord & Sund.

Durch die südlichen Winde mussten wir den ganzen Fjord und auch den Als Sund Aufkreuzen. Ein Schlag nach dem anderen kämpften wir uns bei perfekten Segelbedingungen gen Süden. Im Fjord waren es noch gute 3 Windstärken wohingegen im Sund das Ganze dann mehr auf 1-2 absank. So wurde aus dem straffen Segeln im Fjord dann doch eher dümpeln und um Höhe kämpfen. Trotzdem: perfekter geht nicht – da es nicht zu voll war konnte man wirklich schon kreuzen, musste nur wenige Ausweichmannöver fahren und alle waren entspannt und freundlich.

Kurz vor der Schnellstrassenbrücke in Sonderburg bargen wir die Segel und motorten zusammen mit der Orenga gen Klappbrücke Sonderburg. Auch wenn wir es nicht mehr erhofften, die 14 Uhr Öffnungszeit zu schaffen hatten wir doch Glück! Zwei Motorlose Kieljollen kreuzten durch die offene Brücke und hielten so den Verkehr auf. Ein zu dicht auffahrender, motorender Segler machte beim warten auf die beiden noch Bekanntschaft mit dem Brückenpfeiler – er hatte keine Fahrt mehr im Schiff und der, wenn auch leichte Wind, schob ihn dann gegen den Brückenpfeiler. Für uns nicht nur Kinogenuss ;-) sondern eben noch genau die Minuten die uns fehlten die Brücke zu erreichen. Kurz vor der Durchfahrt war ich etwas irritiert – es leuchteten 5 rote Lampen, was für mich sofort in einem Zucken am Gashebel mündete. Rot = Stop. Doch macnch ein Brueckenmeister nimmt es ja nicht so eng mit den Durchfahrtszeichen. Ich versuchte als Sichtkontakt herzustellen und fuhr weiter. bedankte mich dann auch überfreundlich während der Durchfahrt, dass wir passieren durften obwohl schon rot war … und durfte gleich darauf vom kaiser lernen, dass hier bei der Sonderburgbrücke rot als Fahrerlaubnis gilt. *lach* … Ähh ja, mein Geddächnis … irgendwann muss ich das schon mal gewusst haben, bin doch nicht das erste mal hier … aber ehrlich, kann auch nur einem Dänen einfallen: Rot = Durchfahrt frei. *kopfschüttel* Nungut, wieder etwas gelernt und gefreut noch durchgekommen zu sein.

Im Gegensatz zu den letzten Malen motorten wir zum Yachthafen und machten nicht längsseits im Stadthafen gleich südlich der Brücke fest. Wir fanden dort zwei schöne Boxen für die Orenga und Beberich nebeneinander und waren somit schon am frühen Nachmittag in unserem Zielhafen.

Den Nachmittag nutzten wir um Frau S ein neue Kontaktlinse zu besorgen – auch die Kreuz fordert ihre Opfer ;) und der Kaiser legalisierte das Angeln in dänischen Gewässern. Dazu noch ein Bier in der heissen Sonne am Stadthafen inklusive Hafenkino vom feinsten. Hach ist das Leben herrlich, wenn man sein Boot einigermassen gut fest bekommen hat und den Anderen bei ihren Fehlern zugucken kann. Ist natürlich voll gemein, und ich gebe zu auch immer Midleid mit den Kanidaten zu haben. versuche das Ganze auch immer von meinem Wissensstand durchzudenken und zu überlegen was ich anders gemacht hätte – und wenn ich helfen kann, helfe ich auch gerne.

Manchmal sind es aber solch Kanidaten, … da fragt man sich schon was die mit so einem tollen, wertvollen Schiff …. ach lassen wir das.

Perfekter Sonnenuntergang nach einem perfekten Segeltag.

Perfekter Sonnenuntergang nach einem perfekten Segeltag.

Nach einem super Segeltag ein kaltes Bier in der heissen Sonne und was zu gucken. Dazu die eiegene tolle Frau und einen guten Freund. Danach ein perfekter Sonnenuntergnag im Cockpit. Grandios! Danke.

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